Verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung

Die Ausstattung von Zwei -und Mehrfamilienhäusern mit Technik zur verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnung erfolgt auf der Grundlage der Heizkostenverordnung, Bundes-gesetzblatt Teil1 Nr. 3 vom 26.01.1989. Diese Maßnahme dient dem Ziel, den Energie-verbrauch im Bereich der Gebäudeheizung ohne Verzicht auf Komfort weiter zu vermindern. Durch die verbrauchsabhängige Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten lassen sich Energie- und damit Kosteneinsparungen erzielen, die letztendlich jedem Mieter zu Gute kommen.

Zur Erfassung des anteiligen Wärmeverbrauchs jedes Nutzers werden entweder an jedem Heizkörper Heizkostenverteiler montiert oder für jeden Nutzer Wärmezähler installiert. Die Ablesung und Abrechnung der installierten Geräte erfolgt einmal jährlich.

Bei der Abrechnung wird gemäß Heizkostenverordnung ein bestimmter prozentualer Anteil (30% - 50%) der Kosten nach der Wohnfläche verteilt und auf der Abrechnung entsprechend ausgewiesen.

Jeder Mieter erhält für seine Wohnung eine Heizkostenabrechnung, aus der alle Angaben wie z.B. Brennstoffkosten, Umrechnungsschlüssel, Wohnfläche und der eigene Kostenanteil ersichtlich sind.

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HKV Heizkostenverteiler

Heizkostenverteiler werden an jedem Heizkörper an einer durch die Montagevorschriften genau festgelegten Stelle montiert. Heizkostenverteiler sind nicht eichpflichtig bzw. nicht eichfähige Geräte. Diese Geräte zeigen nicht in physikalischen (kWh bzw. m3) an, sondern in Abhängigkeit von Heizdauer und Heizstufe (Temperatur) lediglich in Anzeige- bzw. Verbrauchswert (Stricheinheiten oder Zahlenreihen) ohne physikalische Einheiten. Mit deren Hilfe können die Verbrauchsanteile der einzelnen Nutzer am Gesamtverbrauch ermittelt werden. Es wird daher auch von einem Meßhilfsverfahren gesprochen.

Die Heizkostenverteiler werden nach ihrer Funktionsweise unterschieden: HKV nach dem Verdunstungsprinzip ohne Hilfsenergie: "Verdunstungsgeräte" und HKV mit Hilfsenergie (Batterie): "elektronische Heizkostenverteiler."

1. Verdunstungsgeräte (HKV-V) in diesen Geräten befindet sich eine Meßflüssigkeit, die unter Temperatureinfluß verdunstet. Die Wärme des Heizkörpers wird durch das Metall-Unterteil des HKV auf das Röhrchen mit der Meßflüssigkeit übertragen. Anhand der auf den Skalen befindlichen Stricheinteilungen kann der Grad der Verdunstung, durch sinkende Höhe der Flüssigkeit, abgelesen werden. Bei jeder Ablesung werden die Röhrchen ausgetauscht. Auch bei normaler Raumtemperatur und nicht beheiztem Heizkörper verdunstet Flüssigkeit, wenn auch nur geringfügig. Zum Ausgleich dieser Kaltverdunstung sind die Röhrchen über den Null-Strich der Skala hinaus gefüllt. Dies ist die "Kaltverdunstungszugabe", die exakt für zwölf Monate (bis zur nächsten Ablesung) berechnet wurde. Das heißt, wenn mit diesem Heizkörper nicht geheizt wird, sinkt der Flüssigkeitsstand im Laufe von zwölf Monaten auf "Null" ab.

2. elektronische Heizkostenverteiler (HKV-E) Diese Geräte haben mindestens einen Temperaturfühler. Damit werden Temperatur oder Temperaturdifferenz gemessen und verarbeitet. Sie beginnen erst zu zählen, wenn die Heizkörpertemperatur um mindestens zwei Grad höher ist als die Raumtemperatur. Auf einer LCD-Anzeige werden die Ergebnisse als Zahlen angezeigt. Dadurch ist eine Ablesung leicht möglich. Diese Heizkostenverteiler sind mit einer Langzeitbatterie ausgestattet. Durch Programmierung eines Ablesestichtages werden die gemessenen und verarbeiteten Werte automatisch gespeichert.

Durch technische Innovationen und Preissenkungen gewinnen elektronische Heizkostenverteiler immer mehr an Bedeutung.

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Leistungsumfang


1. Zur Montage bzw. zur Aufnahme der Wärmemessgeräte melden wir uns beim Mieter/Nutzer an.

2. Wir informieren die Mieter/Nutzer und den Auftraggeber rechtzeitig über den Termin der jährlichen Ablesung. Teilt der Mieter/Nutzer uns mit, dass er zum angekündigten Ablesetermin verhindert ist, erhält er von uns einen kostenlosen zweiten Termin.
Alle darüber hinausgehenden Leistungen sind kostenpflichtig.

3. Mit der Anmeldung zur Ablesung erhält der Auftraggeber gleichzeitig von uns die vorbereitete Wohnungsliste zur Erfassung aller im Abrechnungszeitraum angefallenen Heiz- und Heiznebenkosten. Wenn vereinbart, wird die Hausnebenkostenliste für die Abrechnung anderer Betriebskosten (z.B. Kaltwasser) mit übergeben.

4. Der Stand aller Messergebnisse wird beim Mieter/Nutzer dokumentiert. Jeder Mieter/Nutzer erhält einen Beleg mit den festgestellten Ableseergebnissen.

5. Wir prüfen nach der Ablesung alle Messergebnisse auf Plausibilität.

6. Wir führen auf Wunsch Zwischenablesungen durch. Diese sind kostenpflichtig und werden dem ausziehenden Mieter in Rechnung gestellt.

7. Wir erstellen die komplette Wärmeabrechnung mit Einzelrechnung für jeden Mieter/Nutzer nach Vorliegen aller Unterlagen bei uns.
Dabei werden unter anderem berücksichtigt:
- Eventuell unterschiedliche Einzugsdaten der Mieter
- Anteilige Heizkostenermittlung bei Mieterwechsel
- Geleistete Vorauszahlungen der Mieter

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